Chevrolet Aveo Dreitürer: Ein Amerikaner aus Eurasien
Fond bietet ausreichend Platz Im Vergleich zum Fünftürer, den wir bereits vor einigen Wochen getestet haben, interessiert uns vor allem der Einstieg in den Fond. Dabei gibt es keine Überraschungen: Wie bei einem Auto in dieser Klasse üblich, müssen wir uns hineinschlängeln. Auf der Rückbank angekommen, erwartet uns ausreichend Kopffreiheit. Der Platz für die Knie ist knapp bemessen, aber gerade noch akzeptabel. Stauraum: Bis zu 980 Liter Fassungsvermögen Das Ladeabteil des Dreitürers schluckt im Normalfall 220 Liter Gepäck, das allerdings durch eine hohe und enge Ladeöffnung bugsiert werden muss. Um den Stauraum auf 980 Liter zu vergrößern, lässt sich die Rücklehne geteilt nach vorn klappen und dann die ganze Bank in Richtung Vordersitze wickeln. Beim Rückbau muss man aufpassen, dass sich die Sicherheitsgurte nicht verheddern oder sie in der oberen Halterung eingeklemmt werden. Mittelkonsole drückt am Oberschenkel Auf den Sesseln vorn sitzen wir bequem, aber ohne nennenswerten Seitenhalt. Der Aveo ist schick eingerichtet, ein erster Kratzer am Handschuhfach unseres Testwagens zeigt aber, dass das Material nicht besonders strapazierfähig ist. Dafür ist die Armaturentafel aufgeräumt. Es gibt gut ablesbare Instrumente sowie ein kleines Display zwischen Drehzahlmesser und Tacho. Auch die Mittelkonsole ist zweckmäßig gestaltet, bringt sich aber durch Drücken am Oberschenkel immer wieder ins Gedächtnis. Für Kleinigkeiten gibt es genügend Ablagen, nur Becherhalter sucht man vorn vergebens. Dafür ist ein RDS-Radio serienmäßig montiert.
1.2: Für die Stadt reicht er aus Der Aveo Dreitürer ist mit einem 84 PS starken 1,2-Liter-Vierzylinder-Ottomotor und einem 1,4-Liter-Benziner mit 101 PS zu haben. Ein Diesel ist derzeit nicht im Programm, könnte aber noch 2008 kommen. Mit dem kleineren Otto ist man im Aveo in der Stadt ausreichend, aber alles andere als üppig motorisiert. Die Maschine liefert 84 PS bei 6.000 Touren. Der kleine Vierzylinder wirkt bei Vollgasbeschleunigungen angestrengt und wird bei hohen Drehzahlen unangenehm laut. Fürs Überholen auf der Landstraße sollte man sich ein weit einsehbares Streckenstück auswählen, denn der Antrieb wirkt recht schlapp. 12,8 Sekunden benötigt der Dreitürer auf Tempo 100, gefühlt sind es mehr. 1.4: Gefühlt etwas spritziger Wir empfehlen daher die Anschaffung der 1,4-Liter-Maschine mit 101 PS. Damit ist der neue Dreitürer etwas spritziger unterwegs. Das sieht man auch am Sprintwerten: Mit 11,9 Sekunden ist der 1.4 eine ganze Sekunde schneller am Hunderter-Strich als der kleine Bruder. Beim Verbrauch geben sich beide Varianten nicht viel: 5,5 beziehungsweise 5,9 Liter sind die Herstellerangaben, jeweils in Kombination mit einem manuellen Fünfgang-Getriebe. Die Schaltbox bietet leichte, aber lange Wege und ist insgesamt recht exakt zu bedienen. Für den großen Motor kann man eine Viergang-Automatik bestellen. Mit diesem Getriebe ist der 1.4 in 12,3 Sekunden auf Tempo 100 und fährt 170 km/h schnell. Der Verbrauch erhöht sich laut Hersteller auf 6,4 Liter. Federung schluckt Stöße gut Fahrwerksseitig zeigt sich der kleine Aveo gewachsen für einen Markt wie Polen: Dort sind die Asphaltwege noch nicht so geglättet wie hierzulande. Bei unserem Test rund um Breslau mussten wir mehr als einmal tiefen Schlaglöchern ausweichen. Die Unebenheiten dazwischen schluckt die Federung des kleinen US-Koreaners erstaunlich gut. Für schnelle Kurven ist das Fahrwerk dennoch ausreichend straff abgestimmt. Die Karosserie wankt nicht übermäßig, die Lenkung ist leichtgängig, aber etwas indirekt ausgelegt. Die Grenzen des Wagens sollten Ungeübte allerdings nicht ausloten: Weder Traktionskontrolle, noch ESP schützen vor Ausrutschern, auch nicht gegen Aufpreis.
Ab 9.990 Euro Der Aveo Dreitürer ist mit 1,2-Liter-Maschine ab 9.990 Euro zu haben. Das klingt vielversprechend, dennoch sollte man diesen Betrag wirklich als "ab"-Preis betrachten. In der namenlosen Grundausstattung muss man auf Annehmlichkeiten wie eine Funkfernbedienung für die Zentralverriegelung, einen Bordcomputer oder elektrisch einstellbare Außenspiegel verzichten. Die Klimaanlage ist für diese Ausstattung auch nicht gegen Aufpreis vorgesehen. Der 1.2 in der LS-Ausstattung ist ab 11.490 Euro zu haben und verfügt neben den genannten Extras über eine Alarmanlage, 15-Zoll-Stahlfelgen und kann auf Wunsch mit einem Glas-Hub-Dach und einer Klimaanlage ausgerüstet werden. Top-Modell für knapp 13.500 Euro Vergleichsweise üppig ist der LT bestückt, den es nur mit dem starken 1,4-Liter-Antrieb gibt. Das Top-Modell kühlt nicht nur mittels Klimaautomatik, sondern verfügt auch über sechs Lautsprecher, Leichtmetallfelgen, Luftdüsen im Fond und Lederbezüge fürs Lenkrad sowie den Schalthebel. Von außen ist die teuerste Variante an einem kleinen Dachspoiler zu erkennen. Schauen wir zur Konkurrenz: Ein Mazda 3 Sport Independence mit 103 PS ist für 14.500 Euro zu haben, der Suzuki Swift 1500 kostet 14.700 Euro und ein Mitsubishi Colt CZ3 1.5 Invite steht mit 14.990 Euro in der Liste. Alle drei können allerdings mit einem elektronischen Stabilitätsprogramm bestückt werden.
Antrieb: | Frontantrieb |
---|---|
Anzahl Gänge: | 5 |
Getriebe: | Schaltgetriebe |
Motor Bauart: | Reihen-Ottomotor |
Hubraum: | 1.399 |
Anzahl Ventile: | 4 |
Anzahl Zylinder: | 4 |
Leistung: | 74 kW (101 PS) bei UPM |
Drehmoment: | 131 Nm bei 4.200 UPM |
Quelle: auto-news, 2008-06-17
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